Anders.Artig.Keit. 2015

Nun neigst du dich dem Ende zu. Du Jahr.

Du Jahr der Anders.Artig.Keit.

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Quelle: Pixabay

Was hast du nur mit mir gemacht?

 

Frühling. Große Versprechen zu Beginn des Jahres.

Die du eingehalten hast.

Voller Spannung, voller Kribbeln im Bauch flog ich zwischen Schmetterlingen und konnte kaum erwarten, welche Kostbarkeiten des Lebens auf mich warten.

 

Aber dann?

Dann brachtest du mich in Situationen, die nicht abgesprochen waren. Anders.

Ja, ich höre dich schallend lachen.

Ist ja gut. Ist ja gut.

 

Der Sommer war zu heiß.

Verschwommene Urlaubsbilder unter italienischer Sonne. Schwirrende Luft über schwarzem Asphalt.

Lautes, hektisches Hupen.

 

Der Herbst. War dunkel. Und lang.

Langgezogen wie Kaugummi, welches ich angewidert versuche von meinem Schuh zu lösen.

Bedrückend. Schwer. Und angsteinflößend. Krankheit. Tod.

 

Der Winter in welchem ich mir Schnee und Frost herbeisehnte.

Um mich weiter in meiner bleiernden Schwere zu suhlen.

Du brachtest ihn nicht. Den Schnee und den Frost. Nur noch mehr Enttäuschung?

 

Nein.

Nur ein weiterer unerfüllter Wunsch.

Kannte ich doch deine Alternative zum Winter noch gar nicht. Anders.Artig.Keit.

 

Deine Alternative die dazu führte, dass ich nun:

In leichter Jacke die Sonne genießen kann.

Meine Kinder beobachten kann, wie sie übermütig juchzend und voller Leben den Spielplatz erobern.

Meine Nase in die Sonne halten kann, während meine wehenden Haare mir tröstend die Wange streicheln.

Den Knospen unserer Hortensie beim Wachsen zuschauen kann.

Die ersten Frühlingsgerüche tief einatmen kann, die meine Gedanken sogleich heller machen.

Die gelben Herbstblätter tanzen sehe, wie sie die kalte Pfütze verlassen um sich auf dem blühenden Haselnusstrauch in der Sonne nieder zu lassen.

 

Alles in einem Bild.

Winter. Sommer. Herbst. Frühling.

 

Ich wollte kategorisieren. Das ganze Jahr über. Und konnte es nicht.

 

Du hast mir gezeigt, dass es ohne Kategorien viel schöner ist.

Viel überraschender. Viel freier.

Alles Eins.

 

„Lass los!“, hast du gesagt. „Lass los!

Dann wird es gut. Anders.artig. Aber gut.“

 

Und es wurde gut.

 

Danke. Danke, für so viele lehrreiche Momente der Anders.Artig.Keit. 2015.


Ich hoffe ihr hattet ein gutes, lehrreiches Jahr 2015 und könnt die nun bevorstehenden Weihnachtstage in vollen Zügen genießen. Ganz so, wie ihr es braucht und wie ihr es euch wünscht.

Wir lesen uns spätestens im kommenden Jahr wieder.

Danke, dass ihr hin und wieder bei mir vorbeischaut. Ich freue mich sehr über euch!

Nina


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