Rettungsanker für stürmische Zeiten

Ihr wisst, kürzlich ging es bei mir für eine gewisse Zeit ganz schön turbulent zu.

Ich war mehr als gestresst, hatte Angstattacken, Dauerkopfschmerzen und war sicher, „dem Ganzen“ nicht mehr gewachsen zu sein. Ich fühlte mich, wie in einem dunklen Tunnel. Ohne das Licht am Ende zu sehen.

Mittlerweile bin ich wieder in deutlich ruhigeren Gewässern angekommen. Ich habe den Tunnel verlassen und sehe wieder ganz viel Licht.

Diesmal benötigte es allerdings wirklich einiges an „Arbeit an mir selbst“ und meinem Alltagsverhalten, um wieder zur Ruhe zu kommen. Meine alten Verhaltensmuster, die mit dazu führten, dass ich in dem Tunnel landete, hatten sich zu fest über einen zu langen Zeitraum eingefahren.

Hier habe ich euch mal meine Rettungsanker aufgelistet. Erwartet nichts revolutionär Neues 😉 Ganz und gar nicht. Mir ist nur bewusst geworden, dass ich diese Werkzeuge regelmäßig anwenden muss, um darin Entspannung zu finden. Mögen sie an sich, doch manchmal so „banal“ erscheinen.

Meine Rettungsanker in stürmischen Zeiten:

  1. Trinken, trinken, trinken – Tee und Wasser statt Kaffee

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Trinken als erster Tip? Komisch, nicht? Ich bin leider eine Kandidatin, die sich zum Trinken zwingen muss. Ein Durstgefühl verspüre ich fast nie. So fällt mir ganz oft erst am späten Nachmittag auf, dass ich bis dahin nur einen Kaffee getrunken habe.

In Phasen in denen ich merke, dass ich unruhig und gestresst bin, halte ich mich ganz bewusst an meine Flasche Wasser. Dazu trinke ich Entspannungstee. Ich trinke einen „hochwertigen“ Tee aus dem Bioladen, für den ich dann gerne auch mal etwas mehr bezahle. Aber genau dieser Eine wirkt wahnsinnig stark bei mir. Davon trinke ich momentan einen Liter pro Tag. Kaffee lasse ich in sehr unruhigen Zeiten ganz weg. Auch wenn mir das schwer fällt 😉

  1. Meditation

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Es gab Zeiten in denen ich regelmäßig eine kurze, ca. 5 minütige, Meditation pro Tag gemacht habe. Wie das so ist, habe ich irgendwann damit aufgehört. Keine Zeit. Ist doch klar, oder?

Wenn du es eilig hast, geh langsam. Wenn du es noch eiliger hast, mach einen Umweg. (Unbekannt)

Im Alltag spürte ich allerdings zunehmend, nicht mehr wirklich abschalten zu können. Meine Gedanken kreisten dauerhaft. Tags wie Nachts. So habe ich kürzlich wieder begonnen zu meditieren. Zunächst sehr regelmäßig und verstärkt, da mir die Meditationen am Anfang tatsächlich immer schwer fallen.

Ich nutze geführte Mediationen, die mir eingängige Bilder an die Hand geben. Momentan meditiere ich täglich etwa 20 Minuten. Meistens am Abend, wenn die Mädels schlafen.

Ich werde das nicht dauerhaft in dieser Intensität weiterführen. Momentan brauche ich das aber noch, um zügig wieder aus meinem Gedankenkarussel aussteigen zu können. Am Abend ist es dann ganz wunderbar zu merken, dass ich mir nur ein Bild aus der Meditation in den Kopf rufen muss, um in minutenschnelle abschalten zu können und in einen ruhigen Schlaf hüpfen zu können. Aber dazu braucht es bei mir immer ein wenig Training. Irgendwann fluppt es dann.

  1. Regelmäßige Time Outs (mein Sauna-Montag)

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Ja, ja. Das kennen wir doch alle. Manchmal ganz schön schwer einzurichten. Wenn der Stress einen dann aber mal komplett umhaut weiß man wieder, warum die Auszeiten so wichtig sind.

Nachdem mich mein Stress schachmatt legte, habe ich mir vorgenommen, jeden Montag in die Sauna zu gehen. Allein. Ich bin früher schon immer gerne gegangen. Irgendwann habe ich aber damit aufgehört. Keine Zeit und zu teuer. Klar, oder nicht!?

Da ich eine olle Frostbeule bin, tut mir allein schon die Wärme immer super gut. Verspannungskanditatin durch die Schreibtischhockerei bin ich natürlich auch. Auch hier merke ich, dass sich meine Verspannungen deutlich leichter und schneller lösen lassen. Manchmal, wenn es das Budget zulässt, lasse ich mich in dem Wellnessbereich unserer Sauna massieren.

Die Düfte und die Ruhe tun ihr übriges, um loslassen zu können.

Der Montagabend – gehört nun mir. Dauerhaft. Nicht nur in stressigen Zeiten. Björn bringt die Kinder ins Bett und ich bin raus. ❤

  1. Mehr „Einen Scheiß muss ich!“

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Hey. Ihr wisst wo ich herkommen. Wir nutzen hier gerne mal drastische Worte 😉 Punkt 4 mag auch banal klingen. Tut er? Wenn ich verkopft bin denke ich „Klar! MUSS ich fast gar nix. Aber…“, aber ich denke es eben nur. Spüren tue ich es dann oft nicht. Das geht so lange gut, bis es mich mal komplett aus der Bahn wirft. Dann wird mir bewusst, dass es einen großen Unterschied zwischen „Einen Scheiß muss ich“ aus dem Herzen und einem „Einen Scheiß muss ich“ aus dem Kopf gibt.


Machen wir uns nichts vor: Manchmal ist es verdammt schwer, seine Rettungsanker zu finden. Manchmal gehen sie uns auch einfach verloren.

Bitte beachtet deshalb, dass natürlich jeder von uns ganz individuell entspannt und es niemals ein Patenterezept geben kann, welches auf jeden anwendbar ist.

Mir ist es nochmal wichtig zu betonen, dass man nicht auf Biegen und Brechen versuchen muss, alleine aus „einem Tunnel“ herauszukommen. Manchmal braucht man dazu Unterstützung. Dann holt sie euch bitte rechtzeitig! Das hat rein gar nichts mit Schwäche zu tun.

Ich wünsche euch, dass ihr eure eigenen Rettungsanker kennt und sie regelmäßig und schnell genug werft. So dass es euch gar nicht erst so richtig heftig aus der Bahn wirft.

Habt ein tolles, ruhiges, entspanntes Weihnachtsfest.

Nina


2 Gedanken zu “Rettungsanker für stürmische Zeiten

  1. Hi Nina,
    ich bin zwar noch keine Mutter und auch keine Studentin mehr, aber trotzdem gibst du mir mit deinen Worten so viel. Ich finde es bewundernswert, dass du das alles so gut meisterst. Das wollte ich mal gesagt haben, anstatt immer hier so vor mich hin zu geistern und nur deine Beiträge zu liken 😉
    Von ganzen Herzen wünsche auch ich Dir ein entspanntes Weihnachtsfest.
    Sonnige Grüße aus Costa Rica,
    Sabrina

    Gefällt 1 Person

    1. Oooooh, wie schön! Herzlichen Dank, meine Liebe.
      Ich wünsche dir eine tolle Reise und eine gute Zeit in Costa Rica. Das sind definitiv die am weitest hergereisten Weihnachtsgrüsse, die mich dieses Jahr erreicht haben 🙂

      Ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, ruhiges Weihnachtsfest.
      Nina

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