Von vollgekackten Blumenwiesen und anderen Gedanken

In meinem Kopf ist gerade Frühling. Meine Gedanken fliegen mal hektisch, mal ruhig segelnd wie Vögel über die soeben erwachte, wildbunte Blumenwiese. Nee. Wartet mal. Das klingt zu schön.

Frühling ist ja nun eigentlich ganz nett. Ist er doch meine liebste Jahreszeit. Aber da gibt es bei mir gerade ein Problem: Ich sehe die schöne Wiese vor lauter Vögeln momentan nicht mehr. Vollgekackt liegt sie vor mir und ich muss zusehen, von den hektisch umherfliegenden Vögeln nicht angeflogen zu werden. Wo kommen die nur alle her? Und was für Vögel sind das alles?

So viele Gedanken die mir gerade durch den Kopf gehen. Manche schön und anmutig wie das Rotkehlchen. Werbend singt es, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen.

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Ein Rotkehlchen. Welch Überraschung.

Möchte ich mich dem Rotkehlchen Gedanken gerade zuwenden, kommt schon eine dicke Taube angeflogen und kackt demonstrativ neben mich. Ich kann das Rotkehlchen nur noch aus dem Augenwinkel wegfliegen sehen. Die dicke Tauben Gedanken bleiben kurz, hacken auf dem Boden nach Samen und fliegen schwerfällig davon. Ach, da kommt ein Schmetterlingsgedanke. Sacht angeflogen, schön und beruhigend… Zack, da isse wieder. Die fette Taube. Und da. Da kommt ein Eichelhäher. Wissend und anmutig. Aber nur selten zu sehen. Wie gerne würde ich mir kurz Zeit für ihn nehmen. Um zu verstehen, welcher Gedanke er ist. Aber nein. Die Zeit bleibt nicht. Die dicken Tauben. Ihr wisst schon.

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Eine dicke Taube. In Jagdhaltung.

Ja, so ist das hier momentan. Große Veränderungen werfen ihre Schatten voraus. In der nächsten Zeit wird sich bei uns viel tun. Deshalb schaffe ich es gerade kaum, einem Gedankenstrang für längere Zeit zu folgen. So ist das manchmal eben. Ganz besonders im Leben als Mama. Ihr kennt das ganz bestimmt, oder?

Nächste Woche werde ich mit meinen Kommilitonen drei Tage wandern und zelten gehen. Zum gemeinsamen kennenlernen. Wenige Tage später werde ich mit meinen Liebsten mit nach Sizilien in den Urlaub fliegen. Ich werde allerdings nur 3 Tage bleiben können, da im Anschluss meine erste Woche des Studiums beginnt. Björn wird mit unseren Mädels 6 Tage länger in Italien bleiben. Das war natürlich ursprünglich anders geplant, da ich nicht mit dem Studienplatz gerechnet habe. Aber so habe ich zu Beginn die Möglichkeit, mich ein paar Tage voll und ganz auf die Uni einzulassen. 6 Tage! Die längste Zeit ohne meine Mädels bisher.

Und zwischendurch steht noch das Allerwichtigste an. Das Töchterlein wird 5 Jahre alt.

So bewegen sich meine Gedanken gerade zwischen Geschenken, Kuchen, Kindergeburtstag, Wanderausrüstung, Isomatte, Mittag essen kochen, durchputzen, Badeanzug kaufen, Bücher für die Uni kaufen, Schlafsack organisieren, neuen Reisepass beantragen, Kuchen backen, Sandalen kaufen, Geburtstagskrönchen basteln, Mittagessen kochen und alles andere Mögliche und Unmögliche umher.

Dieses Leben. Eine Herausforderung. Eine ganz wundervolle Herausforderung.

Ich bin froh, wenn es auf meiner Wiese wieder etwas ruhiger zugeht.

Wir lesen uns bald wieder! Nina


2 Gedanken zu “Von vollgekackten Blumenwiesen und anderen Gedanken

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