Warum ich meine Tochter nicht zum Lernen motivieren kann.

Wir alle kennen das Dilemma mit der Motivation. Mal ist sie unser bester Freund, mal unser ärgster Feind. Durch meine Abizeit begleitete mich der Spruch: „Meine Motivation? Die rennt nackig am Strand herum und trinkt Cocktails.“ Soviel dazu.

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Romantisches Bild, mit abgenutztem Zitat. Toller Einstieg!

Im Laufe der Jahre, habe ich mir oft Gedanken dazu gemacht. Was ist Motivation eigentlich genau. Was motiviert uns zu lernen? Und nun, wo meine große Tochter in die Schule geht, ist dieses Thema für mich wieder aktueller denn je.

Meine Tochter geht seit letztem Sommer in die 1. Klasse. Die ersten Wochen in der Schule waren geprägt von großer Begeisterung seitens meiner Tochter. Sowohl für den Unterricht, als auch für die Hausaufgaben. Im Laufe der letzten Monate nahm ich aber wahr, dass das Interesse meiner Tochter an der Schule, am Lernen, drastisch abnahm. Die Hausaufgaben wurden zum nervigen Zeiträuber und die Freude, morgens in die Schule gehen zu dürfen, suchen wir bis heute. Versteht mich nicht falsch. Ich erwarte nicht, dass meine Tochter jeden Morgen himmelhochjauchzend aufsteht und sich auf die Schule freut. Nein. Aber ich wünschte, dass sie zu mindestens ihre ureigene Freude am Lernen, die sie bisher hatte, nicht verliert. Das ist es, was mich erneut über das Thema Motivation nachdenken ließ. So suchte ich eine Antwort auf meine Frage haben: Wie kann ich dafür sorgen, dass meine Tochter ihre ureigene Motivation zu Lernen nicht verliert?

Dazu ein Gedankenexkurs:

Ihr kennt sicher das Konzept der intrinsischen und extrinsischen Motivation. Die intrinsische Motivation ist die von innen heraus entstehende Motivation (z.B. ein Kind liest ein Buch über Hasen, weil es besser für seine eigenen Hasen sorgen möchte). Die extrinsische Motivation dagegen entsteht durch äußere Motivationsanreize (z.B. ein Kind lernt für einen Test, weil ihm eine Taschengelderhöhung für eine gute Note versprochen wurde).

Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Mensch, sich nur selber (nachhaltig) motivieren kann. Das nur die intrinsische Motivation zu einer langfristigen Zufriedenstellung für uns Menschen und damit auch für unsere Kinder führt. Das ist im Übrigen nicht nur meine ganz persönliche Meinung, sondern auch die Meinung vieler „Managementberater“, die Unternehmen im Hinblick auf die Mitarbeitermotivation beraten. Ich habe während meiner Zeit als Betriebswirtin so einige „Management“-Seminare besucht (Himmel, wie furchtbar das klingt. Allein das Wort „Management“ treibt mir ja immer die Nackenhaare hoch. Egal. Das ist ein anderes Thema).

Im Ürigen halte ich es für totalen Quatsch, eine Niesche namens „Mitarbeitermotivation“ zu schaffen. Ich kann nur den ganzen Menschen (nicht nur den Teilaspekt des Mitarbeiterdaseins) motivieren sich selbst zu motivieren.  Aber gut.

Einige Seminare waren weniger gut, aus einigen habe ich aber tatsächlich die ein oder andere wichtige Erkenntnis mitgenommen, die mich bis heute nachhaltig verändert hat. Lasst mich euch kurz von meinen wichtigsten Lektionen erzählen, um dann wieder auf unsere Kinder zurück zu kommen.

Was habe ich in Management Seminare gelernt?

  • Die Unterscheidung zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation.
  • Die Erfahrung, dass nur die intrinsische Motivation nachhaltig ist. Kurzzeitig können Mitarbeiter sich von außen motivieren lassen. Ohne Frage. Langfristig gesehen, werden die Mitarbeiter dabei nicht glücklich. Sie drohen (zum großen Teil) sich und ihre eigene (intrinsische) Motivation zu vergessen.
  • Das Gelernte, die Aufgabe, muss den Mitarbeiter emotional berühren. Zugegebenermaßen, das ist meines Erachtens die schwierigste Aufgabe für Unternehmen. Dazu vielleicht ein kleines Beispiel: Du möchtest Spanisch lernen. Wenn du hier in Deutschland sitzst und deine PONS Software quälst, kann es ganz schön lange dauern, bis du Spanisch sprichst. Wenn du aber einen netten Spanier/ eine nette Spanierin kennengelernt hast, mit dem/ der du dich unterhalten möchte (ist doch klar, oder!?), wird es deutlich schneller gehen, Spanisch zu lernen.
  • Oder anders gesagt: Ein Mensch kann nur aus 2 Gründen motiviert sein. Ronald Reagan hat es wie folgt verpackt:

„When you can’t make them see the light, make them feel the heat.“

Wir sind also entweder motiviert, weil wir “the light” sehen. Wir haben also ein klares, erstrebenswertes Ziel vor Augen, oder weil wir „the heat“ spüren. Ich will weg von etwas, weil es mir zu heiß, zu bedrohlich ist. Was ist wohl der erstrebenswertere Anreiz? Sicher kennt ihr den Spruch:

„Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Damit gibst du „den Männer“ ein „light“. Ein erstrebenswertes Ziel. Natürlich könntest du ihnen auch Druck machen, um dieses Schiff zu bauen. Aber ob sie das Schiff dann genauso solide zusammenbauen würden bleibt fraglich.

All diese Lektionen, haben sich für mich immer wieder bestätigt. Das sind im Übrigen auch genau die Gründe, warum ich nochmal studiere. Mein erstes Studium war durchzogen von extrinsischen Motivationsfaktoren. Hat erstmal geklappt. Ich habe mein Studium abgeschlossen. Und dann? Fiel es mir irgendwann wie Schuppen von den Augen. Ich übte einen Beruf aus, der mich niemals wirklich „berührte“, mir Spaß machte. Während meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin merkte ich zum ersten Mal, wie gerne man lernen kann. Einfach, weil mich die Themen, die Schulmedizin, faszinierte. Dieses Wunderwerk Mensch verstehen zu wollen, entfachte ein wahres Feuer in mir.

Und während ich für meine Prüfung lernte wurde mir klar, wie ich meine Kinder durch die Schulzeit begleiten möchte:

Mein oberstes Gebot wurde: Mach dich frei von allen Erwartungen an deine Töchter. Gib Acht darauf, dass sie bei sich bleiben. Begleite sie nur und zeige ihnen, wofür es sich lohnen könnte „zu brennen“.

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Wie wollte ich das aber nun anstellen? Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sich unser Schulsystem weitestgehend der extrinsischen Motivationsfaktoren für unsere Kinder bedient. In unserem Fall sind es zum Beispiel:

  • Smileys mit lachenden, neutralen und traurigen Gesichtsausdrücken
  • drohenden Elterngesprächen bei nichteinhalten von Regeln
  • Gummibärchen, wenn man sich eine Woche lang an die „Verhaltensregeln“ gehalten hat
  • weniger Hausaufgaben, wenn man die Aufgaben in der Schule zügig gelöst hat
  • das gute alte Notensystem (in den höheren Klassen)
  • Nachsitzen
  • vor der Tür stehen
  • Strafarbeiten etc.

Dazu möchte ich noch etwas ganz ausdrücklich betonen. Ich bin zwar eine starke Kritikerin unseres heutigen Schulsystems, dennoch bin ich überzeugt davon, dass viele Lehrer eine wundervolle Arbeit leisten! Lehrer unterliegen den Fesseln des Schulsystems und können ihrer Arbeit nur in einem abgesteckten Rahmen nachgehen. Wenn ein Lehrer auf 27 Kinder kommt, muss es deutlich mehr Regeln geben, als wenn der Betreuungsschlüssel geringer wäre. Ohne Frage. Deshalb möchte ich hier auch nicht über das Schulsystem schimpfen sondern aufzeigen, welche Wege wir gehen, um dazu eine Balance zu finden.

Deshalb sehe ich es als unsere Aufgabe als Eltern, eine Balance herzustellen, zu dieser dominanten, von außen erzwungenen Motivation. Nämlich, indem wir die intrinsische Motivation bewusst versuchen zu fördern, ihr den Raum lassen den es braucht, um sie „spüren“ zu können.

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Um zu meiner Eingangsfrage zurück zu kommen: Wie sorgen wir dafür, dass unsere Töchter ihre ureigene Motivation zu Lernen nicht verliert?

  • wir gehen mit ihnen ins Museum, in Ausstellungen. Altersgerecht, natürlich.
  • wir verreisen (sehr bewusst) mit ihnen. Schauen uns vorher kindgerechte Reiseführer an, entdecken gemeinsam, mit ihnen das Land. Lernen gemeinsam ein paar Fremdwörter.
  • wir vermeiden Worte wie „du musst“, „Lernen“, „Hausaufgaben machen“
  • wir möchten unsere Kinder nicht (nur) für gute Schulnoten loben
  • sondern für die Aufgaben, die sie mit Freude erledigt haben
  • wir versichern ihnen, dass die schulischen Leistungen nichts über sie als Mensch aussagen
  • wir leben unseren Kindern ein Leben vor, das wir uns für sie wünschen. Aber nicht erzwungenermaßen. Wir versuchen aus vollem Herzen ein gutes Vorbild zu sein.
  • wir nutzen keine extrinsischen Motivationsanreize zusätzlich zur Schule, wie z.B. Geld für gute Noten/ Zeugnisse, ausgeprägtes Lob für gute Noten in Tests, Lerndruck um in Tests besser abzuschneiden, Hausarrest wegen schlechten Schulleistungen und was es da sonst noch so alles gibt.
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Da fällt mir gerade auf: Fernweh! Ich habe Fernweh!

Wir sind uns sicher: Wir können unsere Töchter nicht motivieren. Weil sie schon motiviert sind. Die Frage ist nur, was genau motiviert sie? Was wird sie in Zukunft motivieren? Und das gilt es, gemeinsam mit ihnen heraus zu finden. Frei von Erwartungen. Ich gebe zu, das gelingt uns nicht immer so, wie wir uns das wünschen. Wir lernen noch. Aber wir geben uns die größte Mühe!

Passend zum Thema, gab es kürzlich eine große Aktion, initieert vom Elternmagazin Scoyo, an welcher sich viele Blogger beteiligt haben.“Was Noten nicht über dich sagen“, lautete sie. Dabei sind viele großartige Artikel entstanden, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Ich habe ich in der Vergangenheit Beiträge veröffentlicht, die in eine ähnliche Richtung gehen. Ein Beitrag von Lesern und einer Freundin zum Thema „Schule heute- Schule morgen„. Ein Beitrag von mir über die „Die Fesseln der Sicherheit“ oder anders gesagt, die „Fesseln der extrinischen Motivationsanreize“:

Ich würde mich sehr freuen zu hören ob euch manchmal ähnliche Gedanken durch den Kopf gehen. Wie geht es euern Kindern in der Schule? Wie sind eure Erfahrungen zum Thema Lernen?

Viele Grüße an euch! Nina


7 Gedanken zu “Warum ich meine Tochter nicht zum Lernen motivieren kann.

  1. Hallo Nina,
    ich bin froh, diese Seite gefunden zu haben, weil mir deine Sicht auf die Dinge sehr zusagt.
    Nun bin ich momentan in einem Dilemma. Meine Tochter, 18 Jahre alt, ist jetzt in der Abschlussklasse Realschule. Sie hat schon ihren Ausbildungsvertrag für Sept. 2016 unterschrieben. Als Einzelhandelskauffrau in einem renommierten Modegeschäft in München. Dieser Ausbildungplatz ist von ihr selbst gewählt und sie freut sich schon sehr darauf.
    Wäre da nicht noch die Abschlussprüfung.
    Sie war in der Schule noch nie ehrgeizig und hat sich schon immer schwer getan. Die 9. Klasse musste sie wiederholen.
    Mein Mann ist sehr dominant und meint nun sie schafft es nur wenn wir sie jetzt anschieben und kontrollieren. Er sitzt auch mir ungemein im Nacken mit der Kontrolle, dass sie auch ja jeden Tag lernt. Er hat einen stressigen Job und ich bin halbtags in der Arbeit.
    Ich habe das Gefühl, dass sie sich innerlich sträubt obwohl sie weiß, dass sie sich unbedingt reinhängen muss. Aber nichts kann sie motivieren, obwohl der Ausbildungsplatz von dem Bestehen der Prüfung abhängt.
    Ich bin momentan sehr ratlos, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass diese Motivation von ihrem Innern kommen muss.
    Ich muss noch erwähnen, dass sie sich selbst und alleine das Klavierspielen beigebracht hat. Sie nimmt jetzt zwar Unterricht dafür, die Lehrerin sagt dass es außergewöhnlich ist sich so das Klavier spielen selbst beizubringen.
    Kannst du mir einen Tipp geben?
    Viele liebe Grüße
    CLAUDIA

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Claudia,
      herzlichen Dank für deine sehr persönlichen Worte. Ich bin ganz hin und her gerissen, wie ich mit deiner Frage nach einem Tip umgehen soll. Jede Familiensituation ist so einzigartig, so geprägt von den einzelnen Mitgliedern, dass ein „Ferntip“ im Grunde gar nicht möglich ist.
      Dennoch kann ich dir gerne mein „Bauchgefühl“ mitteilen.

      Wenn ich es provokativ ganz kurz und knapp machen wollen würde: Eure Tochter ist eine erwachsene, junge Frau. Sie wird ihren Weg gehen. Wenn sie euch braucht, wird sie euch fragen. Ihr seid nur ihr Begleiter, nicht ihre Leitung.

      Zwischen den Zeilen lese ich bei dir raus, dass du sehr ähnlich denkst. Kann das sein? (Die Meinung deines Mannes halte ich hier mal ganz bewusst außen vor).

      Ich kann gut verstehen, dass es ein schmerzlicher Gedanke ist, dass deine Tochter (im schlimmsten Fall), ihren Ausbildungsplatz nicht antreten kann. Und?
      Sie scheint eine pfiffige, junge Frau zu ein. Umwege können manchmal verdammt brauchbar und bereichernd sein.

      Zeig deiner Tochter – „Ich bin für dich da und begleite dich. Entscheiden tust du allein. Wenn du die Klasse jetzt nicht schaffst, dann beim nächsten Mal. Und auch dann wird sich ein Weg für sie auf tun.“

      Gerade momentan merke ich es wieder so sehr bei mir selbst – lernen funktioniert nur, wenn man es wirklich aus sich heraus möchte. Nie unter Druck.
      Wenn es ihr ehrlicher Wunsch ist, die Klasse zu schaffen um ihre Ausbildung zu starten, könnte sie doch Nachhilfe nehmen.
      Wäre das eine Option?

      Vielleicht wünscht sich ihr Herz aber auch einfach noch etwas Zeit?

      Herzliche Grüße,
      Nina

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  2. Hallo Nina,

    ach ja ja ja, dein Beitrag spricht mich sehr an. Auch im Alltag meines Sohnes und mir ist das fremdbestimmte Lernen durch Motivation von außen immer wieder Thema.

    Wir haben es für uns so gelöst, dass wir seit er in die Schule gekommen ist viel darüber reden und alles Mögliche ausprobieren, was das fremdbestimmte Lernen erleichtern könnte.

    Ich bestätige die Wahrnehmung meines Sohnes, dass es nicht förderlich ist, wenn man nach einem Lehrplan lernen muss und dass nicht alle Menschen zur gleichen Zeit das Gleiche können können oder müssen. Er und ich finden, dass jeder Mensch seine Stärken und Schwächen hat und dass es sinnvoller wäre, wenn jeder dementsprechend leben, lernen und arbeiten dürfte. Wir glauben, dass dann viele Menschen viel glücklicher wären.

    Zum Glück mag mein Sohn seine Klassenlehrerin und findet deren Unterricht fast immer interessant.

    Aber er mag keine Hausaufgaben, mag nicht gerne lesen und schreiben, findet den Vergleich durch Noten nicht schön und mag nicht jeden Tag in die Schule müssen. Auch findet er viele der Regeln, die im Schulalltag notwendig sind um das Zusammensein so vieler Menschen auf engem Raum zu regeln nur schwer erträglich (z.B. dass er nicht entscheiden darf ob er eine Jacke anziehen möchte oder nicht).

    Um das fremdbestimmte Lernen zu erleichtern, bekam mein Sohn bis vor kurzem einen „Lohn“ (zusätzlich zum Taschengeld) für die Erledigung der Hausaufgaben unabhängig davon wie er diese gelöst hat (die Höhe wurde in Absprache mit ihm entsprechend meiner finanziellen Möglichkeiten festgelegt). Dies war eine kleine Anerkennung/Entschädigung dafür, dass er etwas tut, was er nicht mag und diente nicht dazu seine Freude an den Hausaufgaben zu steigern oder seine Leistungen zu verbessern. Genauso haben wir das auch besprochen. Wenn er keine Lust hat die Hausaufgaben zu erledigen, helfe ich so gut es geht oder entschuldige das Fehlen der Hausaufgaben schriftlich bei der Lehrerin (das geht aber leider nicht zu oft). Mittlerweile ärgert er sich nicht mehr so sehr, dass er kostbare Zeit mit der Erledigung der Hausaufgaben vergeuden muss und kann diese so schneller abarbeiten.
    Belohnungen und Lob für gute Noten gibt es hier auch nicht (ich freue mich mit ihm, wenn er das tut), es gibt wenn nötig Trost, falls er über eine schlechte Note traurig ist.

    Als Ausgleich für das fremdbestimmte Leben in der und durch die Schule gibt es viel Selbstbestimmung, fast keine Pflichten und viel Unterstützung für ihn in unserem Zusammenleben, weil er mit den schulischen Pflichten schon eine anstrengende Arbeit hat. Auch das besprechen wir so. Nach jetzt über 2,5 Jahren Schule wird er aber langsam belastbarer was kleine zusätzliche Aufgaben im Alltag angeht.

    Leider gelingt es mir nicht immer so gelassen zu bleiben, wie es sich in dem Text vielleicht liest. Da mein Sohn auf jeden Fall in seiner jetzigen Klasse bleiben möchte, passiert es mir manchmal, dass ich ihn darauf hinweise sich anzustrengen, damit er nicht zurückgestuft wird, blöd.
    Immer wieder sage ich ihm aber auch, dass ich mir sicher bin (das entspricht meinem Gefühl), dass er alles lernen wird, was er für sein Leben braucht egal wie und wo.

    (ups, hoffentlich nicht zu lang)

    Herzliche Grüße und weiterhin kreative Ideen jenseits des Tellerrandes,
    Antje

    Gefällt 1 Person

    1. Wow, Antje! Herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!
      Den Weg den ihr für euch gefunden habt, hört sich super an. Das Gespräch mit den Kindern zu suchen, halte ich für den allerwichtigsten Teil. Schön, dass das bei euch so gut klappt. Ich hoffe auch, dass wir das ähnlich gut schaffen werden.
      Es wird ein ewiges Auf und Ab sein. Aber so ist das Leben halt 😄 Auch das ist für unsere Kinder und uns ein Lernprozess.

      Liebe Grüße! Habt ein schönes Wochenende.
      Nina

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  3. Ach, meine liebe Zwillingsbloggerin,
    weisst du, ich versuche, nicht in der „Alles ist blöd“-Schleife stecken zu bleiben. Denn das ist es nicht. Nicht alles ist blöd. Wir können mitgestalten und unseren Kindern die richtigen Grundwerte vermitteln. Schule ist das Eine. Die Zeit nach der Schule, ist das Andere. Und diese Zeit ist doch die viel Wichtigere. Genau da kommen wir dann „ins Spiel“. Oder eben auch nicht 😉 In dieser Zeit können wir dafür Sorgen, dass unsere Kinder sich mit den Aufgaben beschäftigen können, die sie mögen. Wir können ihnen Freiräume schaffen.

    Es tut mir leid zu hören, dass auch bei euch nicht alles rund läuft. Ohne schwarzmalen zu wollen, aber ich habe bisher keine Familie kennengelernt, die nicht ähnliches erleben wie wir gerade… Zum einen tut es gut zu hören, dass man mit seinen Gedanken nicht allein ist, zum Anderen ist es natürlich frustrierend. Darüber zu schreiben gibt mir wenigstens etwas das Gefühl, an der Veränderung mitwirken zu können.

    Ich bin gespannt, wie sich alles weiterentwickeln wird und drücke euch alle Daumen, dass ihr einen guten Weg für eure Mädels finden werdet.

    Ich grüße dich! Nina

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  4. Liebe Nina. Ich staune wie sehr wir auf einer Wellenlänge liegen. 🙂 Meine Mutter hat nix von einem verlorengegangenen Zwilling gesagt… lol
    Scherz beiseite. Die Schule bereitet mir großes Kopfzerbrechen und die Mädels gehen nicht gerne hin. Ähnlich wie bei euch war es die ersten Wochen ganz spannend. Inzwischen ist die Luft raus. Die Lehrerin gibt sich Mühe aber ich weiß nicht mehr was ich machen soll.
    Versuche meinen Kindern den Rücken zu stärken und sie zu „motivieren“ aber wie Du es so treffend beschreibst klappt das natürlich nicht. 😦
    Ach man. Alles Blöd. Und das wo sie so schlau sind und bisher immer motiviert waren. :-(((

    Gefällt 1 Person

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