Mein Jahresrückblick in Bildern und Zitaten (1. Teil)

„Bähm! 2013, du warst GROßARTIG! Eines meiner wundervollsten Jahre in diesem Leben! 2014, ich freue mich auf dich!“ So lauteten meine letzten digitalen Worte im Jahr 2013.

Mein Jahr 2014 war … voller Wunder. Großer und kleiner Wunder. Und stand ganz unter dem Motto:

Du musst dein Ändern Leben. Rainer Maria Rilke

Mein Jahr wurde aber auch stark geprägt durch ein schweres Schicksal einer befreundeten Familie, deren Sohn schwer erkrankt ist. Aus Rücksicht auf die Familie, werde ich in diesem Text nicht weiter darauf eingehen. Das bedeutet aber nicht, dass nicht jeder Einzelne der 12 Monate dadurch beeinflusst wurde.

Lass mich dir, du Kämpfer, nur eines sagen: Lass zu, dass du nicht immer stark sein kannst. Schwach sein können, ist ein Zeichen von Stärke. Das, was du im letzten Jahr geleistet hast, macht dir keiner nach. Halt in den richtigen Momenten den Kopf oben und zeig’s allen. Du schaffst das!

Ein gelungener Übergang von hier, auf meinen weiteren Jahresverlauf fällt mir schwer. Ein kurzes Innehalten vorm Weiterlesen, ist hier sicher am ehesten angebracht.

Januar 2014

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück. Laozi

Mein Januar war geprägt durch lernen. Lernen. Lernen. Ich befand mich im Lernendspurt meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin. Ich nahm an Prüfungsvorbereitungskursen teil, genoss die Zeit mit meinen liebsten Mitschülern und „Leidensgenossinnen“ und die Einzelcoaching Einheiten bei einem wunderbaren Lehrer.

lernenWie das so ist, als Mama im Lernstress zu sein, habe ich vor einiger Zeit mal so zusammengefasst:

LERNEN DAMALS
. Von 7-14 Uhr durchlernen, dann den Rest des Tages genießen
. 2L Wasser dabei trinken
. Aufgeräumter Schreibtisch
. Ruhe

LERNEN HEUTE (besonders in den Kindergartenferien)
. Lernen von 14.05-14.15, 14.30-14.35, 14.45-14.56 dann wieder ab 22.00Uhr
. Eine Tasse Kaffee dabei trinken und froh sein, wenn diese stehen bleibt
. Kann ich etwa 10qcm Platz auf dem Esstisch nutzen
. Bin ich froh, wenn die Lautstärke im Raum bei unter 85db bleibt und die Pipi Langstrumpf CD nicht ständig ‚springt‘
. Bin ich froh, wenn mein Gesicht während des Lernens nicht mit Stickern beklebt wird
. Finde ich höchstens einen farbigen Stift in MEINEM Etui
. Kommen meine Unterlagen mindestens einmal mit irgendwelchen Flüssigkeiten in Kontakt
. Stelle ich in Lernpausen die Waschmaschine an oder koche das Mittagessen
. Darf ich das Atmen nicht vergessen
. Bekomme ich während des Lernens mind. alle 5 Minuten einen Kuss!

Februar 2014

Geduld und Humor sind zwei Kamele, die dich durch jede Wüste bringen. Arabische Weisheit

Ja. Ich befand mich sowas von in der Wüste. Meiner Lernwüste. Mal mit mehr, mal mit weniger Frust. Die Hosen begannen zu spannen. Am Bauch. Ich bin Stressesser. x.x.x.x. Kreuzchen. Ich sah nur noch Kreuzchen. Ich fokussierte mein Lernen auf die schriftliche Prüfung, welche im Multiple Choice Verfahren gestellt ist. Zwischendurch sah es dann zuhause halt so aus. Das blieb nicht aus.

ZimmerchaosMärz 2014

Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht. Joachim Ringelnatz

Treffender könnte ich das Gefühl gar nicht beschreiben, mit dem ich am 19. März zu meiner schriftlichen Prüfung beim Gesundheitsamt gefahren bin. Doch alles lief super. Ich habe BESTANDEN!

Nach der Prüfung begann nochmal eine ganz andere Art des Lernens. Die Vorbereitung auf die Mündliche. Gemeinsam mit einer Mitschülerin suchten wir uns noch einen guten Coach, der uns ganz speziell auf den Ablauf dieser Prüfung vorbereitete.

April 2014

In Ängsten findet manches statt, was sonst nicht stattgefunden hat. Wilhelm Busch

Jo. Das kennt ihr sicher auch. Vor der Mündlichen am 09.04. ging mir so richtig die Düse.

prüfung mündlIch zitiere einen Post von mir: „Nun stehe ich vor meinen letzten zwei Coaching Einheiten, bevor ich am Mittwoch in die Bütt muss. Gestern habe ich meine liebste Lernpartnerin zur Prüfung begleitet. Nun hat diese Welt eine neue, großartige, frisch gebackene Heilpraktikerin! Wir haben geheult, Sekt geschlürft und den Moment genossen. Mittwoch werden wir in jedem Fall wieder heulen. So oder so. 2 Jahre harte Arbeit neigen sich dem Ende zu. Wird schon…!“ Ohne meinen Mann, meine Familie und Freunde, hätte ich das alles nicht geschafft!

Und danach? Fiel ich ein Stück weit ins Loch. Die harte Arbeit wurde zwar belohnt und ich freute mich unendlich. Aber wie sollte es nun weiter gehen? Mir spukten schon länger die Gedanken über ein Medizinstudium durch den Kopf. Aber dazu auch die ganzen Zweifel. Ich hielt mich für zu alt, hatte das Gefühl zu spinnen. Und kam mir zum Teil wirklich lächerlich vor. Dazu war es so unwahrscheinlich einen Studienplatz zu bekommen. Als Zweitstudentin. Es gibt da zwar eine großartige private Uni in unserer Nähe, an der das Zweitstudendendasein nicht negativ ins Gewicht fällt, aber ach… die haben doch so unendlich viele Bewerber auf so wenig Plätze. Die Träumereien fühlten sich nicht richtig an. War ich nicht zu alt für sowas. Wo ich doch Kinder habe und „gebunden“ bin?

Auf der anderen Seite habe ich mir eine Selbstständigkeit als Heilpraktikerin ausgemalt auf die ich mich auch riesig gefreut habe.

Ich kam, sah und vergas, was ich vorhatte.

Ich zitiere einen Post von mir, den ich kurz nach meiner Prüfung schrieb: „Da hast du dich vor zwei Jahren dazu entschieden eine Abzweigung zu nehmen und plötzlich stehst du vor 126 neuen Wegen, die du gehen könntest. Aber welcher Weg führt wohin? Wie lang ist er? Und wie steinig? Welches Rüstzeug brauchst du dafür? Und WOHIN möchtest DU eigentlich? Und warum stellst du dir so viele Fragen? Warum gehst du nicht einfach? Neue Abzweigungen werden sich immer finden. Oder? … latent überfordert. MUT, wo bist du?

Mai 2014

Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen. Bist du glücklich, so machst du auch andere glücklich. Ludwig Andreas Feuerbach

So langsam aber sicher schüttelte ich meine Zweifel ab. So besuchte ich am 24. Mai den Tag der offenen Tür meiner Traumuni. Ja, ich kam mir dort etwas exotisch vor. Ich meine, ich hätte (fast!) die Mutter des ein oder anderen Interessenten dort sein können 😉 Und doch fuhr ich mit dem Gefühl Heim: Du probierst das jetzt einfach. Dann kannst du das Thema in deinem Leben wenigstens abhaken.

Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? Vincent van Gogh

Nun war aber auch klar, dass ich mir einen Pflegepraktikumsplatz suchen musste, da die Uni ein 6-monatiges Praktikum vor Studienbeginn forderte.

Juni 2014

Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. Albert Einstein

Ich gebe zu, ich war naiv bei der Suche. Ich hatte gehofft, dass es einfach werden würde, einen Platz zu finden. Als mir die 4. Absage ins Haus trudelte, kamen all die Zweifel wieder hoch, die noch einen Monat zuvor so laut in mir tobten. „Siehste, die finden dein Vorhaben doch alle lächerlich. Deshalb wollen die dich nicht“, riefen die Stimmchen in mir. Egal, es gab noch genug Momente in denen ich weiter hoffte. Die Zeit drängte, da ich mich an der Uni nur bewerben konnte, wenn ich einen Praktikumsplatz hätte. Abgabeschluss meiner Uni-Bewerbung war Mitte Juli.

Und dazu stand noch unser Urlaub bevor, auf den ich mich zwar riesig freute, der meine Praktikumssuche aber nicht vereinfachte. Aber ich flog mit der Haltung: Wenn das alles nicht klappt und du keinen Platz findest, soll es halt nicht sein. Dann wirst du die weltbestealltertollstegrossartigste Heilpraktikerin.

Wir flogen ins wunderschöne Andalusien. Dort erlebten wir einen wahrhaften Traumurlaub. Wir kamen zur Ruhe. Genossen die Zeit miteinander. Alles fühlte sich so richtig und so gut an. Aber auch noch so neu. Hatte ich meinen alten Beruf doch erst im vorletzten Jahr an den Nagel gehängt. An den lauen Abenden nutze ich die Zeit auf unserer Terasse (mit Meerblick!), um die umfangreiche und zeitintensive Bewerbung für die Uni zu schreiben. An welchem besseren Ort hätte ich das tun können?

AndalusienJuli 2014

… wie es weiter ging in 2014, werde ich euch in wenigen Tagen verraten. Mein Leben nahm nochmal richtig ordentlich an Tempo auf. So, das ich manches Mal gar nicht mehr mithalten konnte… Und … ein wahres Wunder geschah!


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