Protokoll der Bastelsitzung vom 10.11.2014

Teilnehmer: Ki1nd, Ki2nd, meine Wenigkeit

ToP 1: Basteln einer Eichhörnchenlaterne für den Martinsumzug

Der Expertenrunde steht folgendes Material zur Verfügung: Bastelset aus Tonpapier (freundlicherweise zusammengestellt und vorgezeichnet durch unseren Kindergarten), Kleber, Schere, Kekse, viiiiiele Kekse

  • Beide Kinder können es kaum erwarten mit dem Basteln zu beginnen und rennen wie angestochen zum Tatort Basteltisch.
  • Ki1nd zögert zu schneiden, aus Angst, nicht perfekt genug auszuschneiden. Nach einem Kurzvortrag der Mutter über die Nachteile perfektionistischen Denkens, begann Ki1nd, das Tonpapier zu bearbeiten.
  • Ki2nd stellt nach 2min. fest: Oh, da ist aber viel auszuschneiden. Machst du das bitte, Mama? Mutter entgegnete freundlich: Nein, das machst du bitte selber, mein Schatz.

basteln1

  • Ki2nd beginnt zu weinen, weil sie dem Eichhörnchen ein Ohr angeschnitten hat. Tränen werden durch die Mutter getrocknet und das Ohr wird fachmännisch mit Tesa wieder befestigt.
  • Ki1nd bemerkt, dass es vom vielen Schneiden gleich einen Krampf in der Hand bekommen wird. Mutter beginnt, beim Ausschneiden der gefühlten 86 Teile mitzuhelfen.
  • Ki2nd sucht das Auge des Eichhörnchens. Auge wird nach 5min. in der Keksschale wieder gefunden. Es wird ein Rätsel bleiben, wie das Auge dort hinein kam.
  • Ki1nd hat keine Lust mehr zu schneiden.
  • Ki2nd auch nicht.
  • Mutter schneidet weiter aus.
  • Beide Kinder entfernen sich vom Tatort Basteltisch und werden von der Mutter freundlich dazu aufgefordert weiter zu helfen.
  • Lautes Stöhnen durchdringt das Wohnzimmer.
  • Kinder schneiden weiter. „Freiwillig“, wie sich versteht.
  • Dezentes Kindernörgeln durchdringt erneut den Raum.
  • Keksschale ist leer. Ein erneuter Anlass zu nörgeln.
  • Mutter erklärt sich bereit, die 96 Einzelteile zusammen zu kleben. (Dem aufmerksamen Leser mag es aufgefallen sein, dass aus 86 Teilen nun 96 Teile wurden. Es wurden definitiv auf ganz mysteriöse Art und Weise immer mehr Teile). Von den 96 Teilen werden 46 Teile vermisst und nach mühseligem Suchen zwischen den Restschnipseln wieder gefunden.
  • Die Kinder entfernen sich erleichtert und freudestrahlend vom Basteltisch.
  • Mutters Laune sinkt drastisch. Tiefer als drastisch.
  • Mutter klebt. Also, alles zusammen. Zwischendurch aber auch selber am Tisch fest.
  • Beim Zusammenkleben der beiden Seitenteile fällt auf, dass Mutter einen großen, grooooßen Fehler gemacht hat. Auf einem Seitenteil hat sie alles verkehrt herum aufgeklebt. Sie zögert die Nachricht zu verkünden. Aus Angst, einen Trommelfelldurchbruch durch einen Wutanfall von Ki2nd zu bekommen.
  • Mutter argumentiert, das Ki2nd gerne alles nochmal basteln kann. Das Argument zieht ganz hervorragend. Ki2nd erfreut sich an der besonderen Laternenvariante.

basteln 2

Verbesserungsvorschläge aller Teilnehmer:

Nächstes Jahr wird wieder eine KINDERFREUNDLICHE Laterne gebastelt. So wie die Jahre zuvor.

Sitzung beendet.


Herrje, immer diese DIY Projekte. Und nein, in diesem Leben werde ich keine Bastelkönigin mehr.

An euch „Bastelmuttis“ dort draußen: Ich verneige mich ehrfürchtig vor euch! Echt!


2 Gedanken zu “Protokoll der Bastelsitzung vom 10.11.2014

  1. Stimmt, Julia. Das habe ich mir beim Basteln auch gedacht. Um was geht es? Eine schicke Laterne oder um den Spaß beim Basteln und den stolz der Kinder etwas eigenes geschaffen zu haben? Eine rein rhetorische Frage. Du verstehst 😉

    Liebe Grüße, Nina

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