#momsrock – manchmal dank einer popeligen Erzählkerze

Tanya Neufeldt betreibt einen Blog names Lucie Marshall. Kürzlich hat sie eine wunderbare Blogparade namens #momsrock ins Leben gerufen. Sie bittet Mütter, sich selber zu loben. Klingt einfach. Isses für viele aber gar nicht. Mich eingeschlossen.

Und da ich genauso wie Tanya, an „Schwarm-Intelligenz und Schwarm-Empathie“ glaube, möchte ich mich gerne an dieser Aktion beteiligen.

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Als Eltern kennt ihr das sicher. Es gibt Situationen am Tag, in denen es immer wieder unrund läuft. Jeden verdammten Tag aufs Neue. Früher war es das Anziehen vor dem Kindergarten. Dann war es irgendwann das Zähneputzen. Dann war es das Anziehen des Schlafanzugs. Dann das Aufräumen.

So schlittert man immer mal wieder in Situationen, in denen man denkt: „Das kann doch nicht sein, dass wir immer und immer wieder die gleichen Diskussionen führen!?“. Oft finde ich es gar nicht so einfach, das Stellschräubchen zu finden, mit welchem man solche Situationen entschärfen kann. Manchmal ist es einfach nur eine Veränderung der eigenen innerlichen Einstellung zu einer Situation, manchmal eine Veränderung der Routine, manchmal das Finden der richtigen Worte.

Bis vor kurzem war es bei uns so, das K2ind ein wahnsinnig großes Mitteilungsbedürfnis bekam, sobald sie abends im Bett lag. Selbst nachdem wir lange gekuschelt, gelesen und uns noch frei ausgedachte Geschichten erzählt haben, hat sie einfach nicht ihren Babbel halten können. Sie begann dabei im Bett rum zu turnen, musste plötzlich nochmal zur Toilette, wollte was trinken und erzählte und erzählte und erzählte. Das ganze Prozedere dauerte manchmal über eine Stunde.

Ich war genervt und konnte keine Erklärung dafür finden. Es kam von jetzt auf gleich. Früher war sie eigentlich diejenige, der in kürzester Zeit ruhig die Augen zugefallen sind.

Nun gut. Irgendeine Lösung musste her.

Durch Zufall fand ich im Keller eine dicke Kerze, bei deren Anblick ich einen Geistesblitz hatte. Wie wäre es, daraus eine „Erzählkerze“ zu machen?! Ein Versuch war es wert.

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So nahm ich am Abend die Kerze mit aufs Zimmer. Jeder durfte alles loswerden, was er am Tag erlebt hat. Was weniger schön war und was besonders schön war. Jeder von uns sollte so lange erzählen, bis er keine „Worte mehr hatte“.

Die Mädels waren ganz begeistert. Allein die Ausstrahlung der Kerze beruhigte die Situation.

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So machen wir es bis heute. Jeden Abend. Und es funktioniert nach wie vor ganz wunderbar. Nachdem wir gemeinsam die Kerze ausgepustet haben, legen die Mädels sich hin und schlafen.

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die eine große Veränderung mit sich bringen und für die man sich dann ganz besonders loben darf 😉

Seid heute wild und frech und wunderbar!


4 Gedanken zu “#momsrock – manchmal dank einer popeligen Erzählkerze

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