Welcome, working-mum dilemma

ACHTUNG: Es folgt ein völlig subjektiver Mimimimi-Artikel, verfasst im mütterlichen Jammerjargon.

Guten Morgen mein liebes working-mum Dilemma,

lange nicht gesehen! Und nein. Ich habe dich nicht vermisst. Und nein. Ich habe keinen Kaffee für dich. Wie lange willste denn bleiben? Kack-pipi-furz Dilemma. (Anm. d. Red.: Als Mutter von 2 Kleinkindern darf man diese Worte völlig selbstverständlich benutzen! Erst recht, wenn man müde, seeeehr müde ist.)

Ihr müsst mich heute entschuldigen. Ich leide gerade unter einem akuten Schlafmangelsyndrom kombiniert mit einem Dilemma. Das ist so ein bisschen wie Durchfall und kotzen gleichzeitig. Nicht schön.

K1ind begann heute Nacht zu kränkeln. Nichts Schlimmes. Eine Erkältung. Aber da gibt es eine einfache Gleichung, die das Problem etwas deutlicher werden lässt: Husten + hochgradig verstopfte Nase + Temperatur = akuter Schlafmangel + weinerliches Kind

So simpel. So einfach. So nervig. Nervig? Wirklich? Komisch, dass ich das schreibe. Denn bis vor kurzem fand ich das gar nicht so nervig.

Ich betüddel meine kränkelnden Kinder eigentlich wirklich sehr gerne! Ich mag es, wenn wir uns dann gemeinsam mit einer Wärmflasche unter die Decke kuscheln, ihnen dabei Kopf zu streicheln und Geschichten vorzulesen. Zwischendurch Wadenwickel vorbereiten, sie anlegen und sich ausruhen. Den Mittagschlaf nicht zu vergessen. Herrlich.

Wie sehr ich das genieße, fiel mir allerdings erst auf, als ich keinem Arbeitgeber mehr verpflichtet war. Als ich mehr Zeit hatte. Während meiner Elternzeit damals und während meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin, war ich „mein eigener Chef“. Krankes Kind. Bleibste natürlich zuhause (wenn kurzfristig keiner helfen kann). Keine Frage.

Nun bin ich seit einigen Monaten zwar „nur“ als Praktikantin unterwegs, fühle mich aber nicht weniger schlecht, wenn ich morgens wegen eines kranken Kindes zuhause bleiben muss. Das ich seit jeher gerne arbeiten gehe, macht diese Situation nicht einfacher.

Und wenn ich dann nachts schon merke, dass die benötigte Mindestschlafmenge höchstwahrscheinlich nicht erreicht wird, werden meine Nerven schwach. Ich meckere dann, wenn zu viel gequengelt wird und habe auch nur im äußersten Notfall Lust, mitten in der Nacht eine Wärmflasche zu machen. Dann ärgere ich mich über mich selbst und werde noch ärgerlicher.

Tja, und schon stecke ich wieder mitten drin. Im Dilemma. Auf der einen Seite möchte ich mich ruhig, liebevoll und verständnisvoll um mein krankes Kind kümmern. Tags wie Nachts. Auf der anderen Seite möchte ich gerne arbeiten gehen, habe heute leider niemanden der bei den Kindern bleiben kann und fühle mich schlecht meinem Arbeitgeber mitzuteilen, dass ich heute zuhause bleiben muss.

Passt nicht gut zusammen. Machste aber nix dran.

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Dieses Bild befindet sich hier aufgrund seiner beruhigenden Wirkung.

Doch! EINES kann ich tun. An meinem schlechten Gewissen arbeiten. Deshalb mein dicker

Merkzettel an mich selbst

  • Du kannst dich nicht zerteilen um allem und jedem gerecht zu werden. Und das ist okay so.
  • Du hast Kinder bekommen um für sie da zu sein. Also bleibst du selbstverständlich (wenn Papa oder Omas/ Opas nicht aushelfen können) OHNE schlechtes Gewissen zuhause.
  • Wer dafür kein Verständnis hat, darf dir herzlich egal sein.

Ist doch ganz einfach, stimmts!? So und ich bereite jetzt Wadenwickel vor und stelle mich seelisch auf den Mittagschlaf ein!


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