In meiner neuen Schublade ist es wirklich toll. Warum ich so viel Angst vor dem Umzug hatte?

Nun. Ihr kennt das sicher. Wir lieben es in Schubladen zu denken. Sehen wir eine Mutter mit 5 Kindern, ist sie für uns eher „nicht berufstätig und finanziell schlecht aufgestellt“. Sehen wir eine schick gekleidet Frau ohne Kinder, mit Chanel Tasche ist sie die „karrieregeile Egomanin“.

Sicherlich habe ich damit etwas übertrieben. Aber ein wenig ist es doch leider so. Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind.

Nun habe ich in den letzten Jahren, mein eigenes Schublädchen des Öfteren mal gewechselt. Das war gar nicht immer so einfach, weil es in einer Schublade auch manchmal recht kuschelig sein kann. Und Umzüge sind immer anstrengend. Die ganze Packerei… Nee.

ABER, nur in dem wir umziehen, andere Schubladen sehen, über unseren Schubladenrand hinaus schauen, lernen wir das Leben kennen. Werden lebendiger, toleranter und wissender. So ging es mir zu mindestens. Ich mag es, eine Schubladennomadin zu sein. Vor allem mag ich es aber, verschiedene Schubladen mein Eigenheim nennen zu dürfen!

Seit 24 Stunden sitze ich nun, unter anderem, in der Blogger Schublade. 24 Stunden bin ich nun Bloggerin. 24 Stunden voller neuer Erfahrungen. 24 Stunden die der Anfang eines Projektes sind, was in JEDEM FALL ein Jahr lang laufen wird. Dies ist der Zeitraum den ich mir persönlich gegeben habe um zu schauen, wohin mich der Weg mit diesem Blog führen wird. Ein Jahr lang und nicht kürzer! Um genug Zeit und Ruhe zu haben und um Durststrecken zu überwinden, die sonst manchmal einfach übersehene, konstruktive Ruhezonen sind.

Warum ich so viel Angst vor meinem Umzug hatte?

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  • Weil ich schrecklich perfektionistisch bin: Es ist schrecklich. Mein Anspruch an mich selbst, hat mich schon schon oft gehemmt. Ich tue ungern Dinge, die ich nicht zu 110% beherrsche. Weder habe ich Ahnung von der Software hinter den Blogs, noch habe ich das Schreiben jemals gelernt. Diese Tatsachen, habe mich sehr, sehr lange zögern lassen.
  • Weil ich immer mal wieder meinen Gedanken glaubte: Kennt ihr diese fiesen Gedankengremlins. Die euch kleiner machen, als ihr seid? Die euch zuflüstern, dass ihr unzureichend seid? Immer mal wieder ziehen diese bei mir vorbei. ABER, ich brauchte Zeit, um das zu lernen. Zu merken wann sie kommen, aber auch zu WISSEN, dass sie genauso wieder vorbei ziehen werden.
  • Weil ich es allen recht machen wollte: Das ist bei mir ein fortlaufender Prozess. Aber ich werde besser. Aus Angst, Dinge zu sagen, die andere nicht unterstützen, habe ich meine Meinung lieber nicht geäußert. Ein stilles Mäuschen wurde ich zwar trotzdem nicht (quasseln konnte ich seit jeher wie ein Wasserfall), aber es endete oft in oberflächlichen Gesprächen. Brauche ich nicht mehr.
  • Weil ich mir keine Zeit genommen habe: Umzüge brauchen Zeit! Wohin will ich? Warum will ich dort hin? Wie komme ich dort hin? Wie werde ich mich einrichten? Das alles braucht ZEIT. Und die habe ich mir lange und oft nicht genommen.

Nun bin ich froh, den Umzug hinter mich gebracht zu haben. Ich fühle mich wohl hier. In der nächsten Zeit mache ich es mir noch ein wenig gemütlicher um mich heimischer zu fühlen.

Ich danke euch, für eure lieben Worte und eure Unterstützung zu meiner Blogveröffentlichung und damit für eure Offenheit und Akzeptanz für meinen Schulbladenumzug.

Ich hoffe, euch in Zukunft viele weitere Artikel verfassen zu können, die ihr mögt, die euch inspirieren oder die euch einfach nur kurzweilig unterhalten.

Habt eine gute Nacht!


2 Gedanken zu “In meiner neuen Schublade ist es wirklich toll. Warum ich so viel Angst vor dem Umzug hatte?

  1. Ich mag deinen Blog, das hab ich dir schon geschrieben, aber ich sags jetzt nochmal. Mich fasziniert, wie ehrgeizig und vielseitig interessiert du bist. Als wir uns kennenlernten hatte K1ind aufgehört zu schreien und K2ind war gerade geboren. Seitdem hast du angefangen zu arbeiten, gekündigt, bist Heilpraktikerin geworden, ihr seid umgezogen, du bist Bloggerin UND glücklich in deiner Ehe. Ich kenne kaum Leute, die so viel Pfeffer im Hintern haben. Hätte ich auch gern. Ich dachte zunächst, dass dein Blog mich aus privatem Interesse fesselt, weil ich dich kenne, weil ich die Mädchen noch als Würmchen kannte. Aber tatsächlich beschäftige ich mich in vielerlei Hinsicht damit. Ich hab so lange über deinen Brief an die Erstgeborene nachgedacht und denke jetzt noch darüber nach. Ich hatte mich eigentlich entscheiden keine Kinder zu bekommen und nun lässt mich dieser offene Brief an meiner Entscheidung zweifeln, weil ich sehe, dass man NIHT zwangsläufig eine „Übermutter“ wird, die das eigene Leben und die Beziehung ausblendet, weil beides nur nur Mittel dazu war ein Kind zu bekommen. Aber auch weil man offensichtlich einen Grad von Liebe und anderen Gefühlen erreicht, den wir Nichtmütter nicht mal erahnen. Einerseits danke ich dir für den ungewollten Gedankenanstoß, andererseits denk ich „na super.“. Vielleicht mach ich erstmal nen Wickel drauf und warte ab, was die Zeit bringt und lese fleißig, was du sonst noch schreibst.

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